Tennisverein Reutlingen e.V.

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Wahnsinn in Reutlingen

2. Bundesliga

Am Sonntag stand das Spitzenspiel in der 2. Bundesliga Süd zwischen dem TV Reutlingen und dem TA SV Oberweier an. Und der TV Reutlingen setzte sich in einem wahren Krimi im Heimspiel vor mehr als 300 Zuschauern mit 5:4 durch. „Ich bin vollkommen fertig“, sagte Reutlingens Trainer Daniel Stöhr, „das war sowas von eng zum Schluss.“ Nach den Einzeln war noch keine Entscheidung abzusehen. Einen immens wichtigen Punkt zum 3:3-Zwischenstand holte Jordi Samper-Montana nach einem Marathonmatch. Nach mehr als zwei Stunden hochintensivem Sandplatztennis rang er seinen Gegner Alexey Vatutin mit 10:3 im Matchtiebreak nieder. Zwischenzeitlich musste Samper-Montana kurz vor Krämpfen stehend vom Physiotherapeut behandelt werden. Mit der Unterstützung der Zuschauer und seiner Teamkollegen kämpfte er sich schließlich zum wichtigen Sieg für den TVR. Den entscheidenden Punkt im Doppel holte dann die Paarung Florian Fallert und Stephan Hoiss, die den ersten Satz abgeben mussten, dann aber zurück in die Partie kamen und den zweiten Durchgang mit 6:2 holten. Was dann im entscheidenden Matchtiebreak zu sehen war, strapazierte die Nerven aller Zuschauer. Die zwei anderen Doppel waren inzwischen beendet und der Zwischenstand auf 4:4 gesetzt. Der Platz war umringt von Spielern und Zuschauern. Absetzen konnte sich im Matchtiebreak keine der Paarungen, ein Spiel auf Messers Schneide. Nach dem Abwehren von 6 Matchbällen verwandelten die Reutlinger schließlich den Matchball zum 16:14. Danach gab es kein Halten mehr. Stöhr war mit den Nerven durch: „Ich bin sprachlos. Die Jungs haben gefightet bis zum Umfallen. Ich habe jetzt noch Gänsehaut“ Reutlingen rutschte mit diesem Sieg an Oberweier vorbei, liegt aber weiterhin punktgleich mit dem TC Großhesselohe auf Rang zwei.